Festival-Fun: Glitzer Girl

Der dritte Look meiner Festival-Fun Reihe ist eher aus der Kategorie Nachtschwärmer. Ein glänzender Abendlook, bei dem Glitzer weder aufdringlich, noch unbeholfen wirkt. Eine Trendinterpretation , die auch als Anfänger schnell gelingt und vielfach veränderbar ist.

Während er lange Zeit als kindisch oder over-the-top abgestempelt wurde, ist Glitzer heute wieder salonfähig. Das gilt auch und besonders für Festivallooks. Ob Augenbrauen, oder Haaransätze, im vergangenen Jahr machte sich der Glitzer besonders gut auf den Haaren, doch dieses Jahr ist er zurück auf der Haut. Glitzernde Ausschnitte und Hinterteile bleiben vielleicht eher etwas für aufwendige Fotoshootings, aber das Glitzer Make-up erlebt definitiv ein Comeback.

Eine besonders beliebte Variante des glitzenden Augenmake-ups sind die glitter tears, bei denen das Glitzerpuder wie verschmiertes Make-up unter den Augen aufgetragen wird. Dabei reicht die Bandbreite von einzelnen Tränenläufen, bis hin zu vollkommen abgedeckten Wangen. Für mich war der Look besonders deswegen interessant, weil durch die Platzierung unter dem Auge das Risiko verringert wird, dass Glitzerpartikel ins Auge geraten - selbst nach langen, durchtanzten Nächten.

Das Wichtigste für einen guten Glitzerlook ist die Basis. Viele Glitzergels enthalten relativ wenig Glitzerpartikel oder lassen sich nur ungleichmäßig auftragen. Am besten fügt man ihnen Glitzerpuder hinzu um den Effekt zu verstärken.* Das Glitzerpuder kann man natürlich auch einzeln verwenden. Dazu kann man es entweder direkt mit der Basis vermischen, oder auf eine aufgetragenen Basis auftupfen. Beim Auftupfen kann es allerdings zu herunterfallendem Puder kommen, weswegen man bei präziseren Arbeiten besonders aufpassen sollte. Als Basis für das Glitzer eigenen sich am besten bereits glitzernde Cremes oder Gele, da diese genau für das Halten von Glitzerpartikeln zusammengestellt wurden. Ebenso gibt es auch einige Bases, die speziell für Glitzer konzipiert wurden. Aber auch cremige und flüssige Lidschattenbases, oder Lipgloss können einen guten Job machen, man sollte es jedoch vorher auf dem Handrücken ausprobieren. Für extra starken halt habe ich auch schonmal Wimpernkleber benutzt, allerdings ist das Abschminken dadurch natürlich deutlich erschwert.

Da Glitzer immer sehr viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, bleibt der Rest des Looks eher zurückhaltend. Auf den Augenlidern ist ein leichter, silbriger Lidschatten aufgetragen, und ein dezenter Lidstrich am äußeren Augenwinkel rundet das Make-up ab. Die Augenbrauen sind passend zu den Haaren rot eingefärbt und in einer natürlichen Form ausgebürstet. Dazu kommt ein Hauch von Rot auf den Lippen, der dank Lipliner den ganzen Tag hält. Ein glitzerndes Pailettenband in den Haaren sorgt dafür, das die Haare aus dem Gesicht bleiben und greifen noch einmal die Farbe des Make-ups auf.

Passend zum silbrigen Glitzer in den Ausläufen des Augenmake-ups habe ich auch im Outfit den Metallic-Trend aufgegriffen. Ob Sonnenlicht oder bunte Scheinwerfer, die Reflektion auf dem silbernen Shirt sorgt immer wieder für stylische Lichtblicke. Der Stoff ist super leicht und trocknet auch schnell wieder, falls man sich zwischendurch eine kleine Abkühlung gönnt, oder von einem Drink erwischt wird.

Wie steht ihr zum Glitzer-Trend? Könnt ihr nicht genug bekommen, oder ist das nichts für euch? Und wie sieht es mit den Metallic-Looks aus?


*Bei der Verwendung um die Augen herum, sollte man unbedingt darauf achten nur augensicheres Kosmetik-Glitzer zu verwenden. Die Glitzerpartikel haben abgeschliffene Kanten und irritieren dadurch das Auge weniger. Selbst bei feinem Bastel-Glitzer sind die Partikel lediglich ausgestanzt und können schwere Verletzungen im Auge verursachen.

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Inspiriert wurde diese Reihe durch den Beitrag Let's play... with Makeup: Festival Fun von meiner lieben Freundin Sissy (Modern Snowwhite), die gemeinsam mit ihrer Freundin Anni (Hydrogenperoxid) eine Art Wettbewerb ins Leben gerufen hat, bei dem man einen Festival-Look kreieren und per Mail einsenden soll.

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